Dienstag, 9. April 2013

Heykings Adressbuch (VIII)


Vor allem zu den Gelpkes in Waldenburg bei Basel, nach denen ich im vorigen Beitrag gefragt habe, haben mich viele Mails mit reichhaltigen Informationen erreicht, für die ich herzlich danke. Eine Anekdote ist so nett, dass ich sie nicht für mich behalten will. Der Einsender schreibt: 

Wie meine Großeltern war ich selber einmal als junger Gymnasiast dort, in dem noblen, großen Haus des Nationalrats Gelpke, zu Gast und erinnere mich an eine Vorlesung aus Max Kommerells Buch »Der Dichter als Führer in der deutschen Klassik« und eine prächtige Mahlzeit mit vielen Menschen. Oft erzählt wurde die Anekdote (die Ernst Jünger irgendwo berichtet), wie das Gelpke-Auto streikte und von den Herren Wilhelm Furtwängler, Ernst Jünger und Wolfgang Frommel geschoben werden musste. 

Heute nun soll es weitergehen mit dem Adressbuch des Barons. Wer zu den abgebildeten Adressen etwas beitragen kann, ist herzlich eingeladen, dies per Mail zu tun. Die beiden Hellemann-Eintragungen und der Heyking-Eintrag bedürfen keiner Erläuterungen. 





Samstag, 9. Februar 2013

Heykings Adressbuch (VII)

Einige Mails mit wertvollen Hinweisen auf Personen aus dem Adressbuch Edgar v. Heykings (1891-1956) haben mich bis in diese Woche hinein wieder erreicht, wofür ich allen Einsendern herzlich danke. Mancher Hinweis zeigt mir neue Wege für die Erforschung des Wertheimer Freundeskreises zwischen den Weltkriegen. Interessant sind alle Hinweise, fast alle Mosaiksteinchen für das Gesamtbild.

Heute will ich den Buchstaben G aus dem Adressbuch vorstellen, der relativ wenig Eintragungen zeigt. Einige, wie etwa die wechselnden Anschriften Percy Gotheins oder Tobias Gerickes, betreffen längst bekannte Personen. Doch zu den abgebildeten Namen weiß ich wenig oder gar nichts. Wer kann helfen?


Montag, 28. Januar 2013

Schlösschen im Hofgarten bloggt

Das Museum Schlösschen im Hofgarten in Wertheim ist jetzt auch unter die Blogger gegangen. Das neue Blog findet man hier. Wie man von den Machern hört, ist eine Intensivierung der Internet-Arbeit geplant. Ein Twitter-Account soll seit heute helfen, die Vernetzung des Museums zu verbessern. Weitere Schritte sind offenbar geplant.

Donnerstag, 17. Januar 2013

Lindenauer Taschentücher

Anfang Dezember hatte ich berichtet, dass mit eine Leipziger Jury im Wettbewerb »Lindenauer Taschentuchgeschichten« den ersten Preis zugesprochen hatte. Eine meiner beiden Geschichten, die ich eingereicht hatte, nämlich »Die Nachricht«, hatte offensichtlich Anklang gefunden.

Den Teilnehmern war versprochen worden, dass sie ein Taschentuch, bedruckt mit ihrer Geschichte, als Dankeschön für die Teilnahme bekommen würden. Diese Woche nun kamen meine beiden Taschentücher in Wertheim an, und ich will Sie den Besuchern meines Blogs nicht vorenthalten. Eine hübsche Idee hat sich damit endgültig materialisiert ...











Dienstag, 15. Januar 2013

Energetischer Museumsdirektor

Erst heute habe ich mitbekommen, dass Nikolaus Bernau in der Berliner Zeitung schon am 6. Januar die letztjährige Wertheimer Ausstellung von Künstlerinnen der Berliner Secession, die (teilweise) noch bis März in der Liebermann-Villa am Wannsee zu sehen ist, unter dem Titel Der Märchen-Schrecken besprochen hat: Hier kann man den ganzen Artikel lesen.

Meinem Freund Dr. Jörg Paczkowski wird, wenn er den Artikel schon gelesen haben sollte, eine Passage ganz besonders wie warmes Maschinenöl heruntergelaufen sein:

Auch jetzt brauchte es das kleine Museum-Schlösschen im Hofgarten in Wertheim am Main und dessen energetischen Direktor Jörg Paczkowski sowie die Kieler Kunsthistorikerin Ulrike Wolff-Thomsen, um diese Ausstellung entstehen zu lassen. Ziemlich peinlich etwa für die Berliner Nationalgalerie – zumal das Pariser Centre Pompidou schon vor einigen Jahren vorgemacht hat, wie man die gesamte Kunstgeschichte der Moderne ohne Qualitätsabstriche auch mit Werken fast nur von Künstlerinnen zeigen kann. Leider wurde nicht die gesamte Wertheimer Ausstellung nach Berlin übernommen. 

Die Werke von Julie Wolfthorn, die in Theresienstadt starb und schon deswegen in der Liebermann-Villa hätte gezeigt werden müssen, die Kunst von Ernestine Schultze-Naumburg, die als Ernestina Orlandini bekannt wurde, sowie die Werke von Maria Slavona und Hedwig Weiss fehlen. Platz wäre da gewesen, doch die Liebermann-Villa hat es nicht gewagt, auch das mit Gemälden des großen Max Liebermann belegte Atelier und den Vorraum freizugeben. Dabei erscheinen dessen Garten- oder Familienbilder neben der Farbgewalt der „Weinernte“ von Dora Hitz wie virtuose Gesellschaftskunst.

Verdient hat  Jörg dieses Lob längst und allemal, Prof. Ulrike Wolff-Thomsen sicher  ebenso, die in Wertheim einen ganz starken Eindruck hinterlassen hat. Und für unser Schlösschen im Hofgarten gäbe es sicher auch schlechtere »Reklame« aus der Hauptstadt — Grund genug hoffentlich für viele, sich die nächsten Ausstellungen in Wertheim nicht entgehen zu lassen.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Heykings Adressbuch (VI)

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs ein gutes neues Jahr 2013!

Bei der Durchsicht von Edgar v. Heykings (1891-1956) Adressbuch ist heute der Buchstabe F an der Reihe. Neben den vielen Frommel-, Fellmann-, v.-Funck- und Flesch-Thebesius-Adressen etc., die ich selbst einordnen kann, gibt es hier eine Reihe von Anschriften, bei denen ich auf Hilfe angewiesen bin. Bitte schreiben Sie mir, wenn Sie etwas zu den Personen oder Familien beitragen können, das die Einordnung in die Welt des Barons Heyking erleichtert.

Anfangen will ich aber mit einem baltischen Eintrag, den ich aus eher folkloristischen Gründen zeige. Er wird im frühen Leben des starken Rauchers Heyking eine gewisse Rolle gespielt haben, wurde aber wohl spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg mit den bekannten Ergebnissen auch für das Baltikum von ihm selbst gestrichen.


Bei den folgenden Einträgen kann ich Baronin v. Fersen mit Sicherheit dem baltendeutschen Umfeld der Heykings zuordnen. Das gilt möglicherweise auch für die Familie v. Fircks. Die übrigen Namen sagen mir im Moment wenig. Wer kann helfen?




Mittwoch, 26. Dezember 2012

Heykings Adressbuch (V)

Unter dem Buchstaben E finden sich nur zwei Eintragungen im Adressbuch von Edgar Baron Heyking (1891-1956). Von dem ersten, Prof. Emge, weiß ich nur, dass nach dem Krieg Alexandra Röhl, die aus Berlin gekommene Mutter des sehr jung in Russland gefallenen Heyking-Zöglings und Åkerman-Freundes Thülö Röhl, in seinem Hause wohnte. Ob er in irgendeiner Weise selbst dem Freundeskreis verbunden war, ist mir unbekannt. Den zweiten, Prof. Elze, kenne ich gar nicht. Wer weiß etwas?